Allgemeines zur NukleardiagnostikIm Vergleich zu anderen bildgebenden Verfahren, wie Röntgen oder MRT, ermöglicht die nuklearmedizinische Untersuchung nicht primär die Darstellung von Gewebsstrukturen, sondern die Abbildung der Funktion und Stoffwechselprozesse in Organen, Gewebe und Knochen.
Hierfür verwendet man in der Nukleardiagnostik radioaktive Isotope, wie z.B. eine Verbindung von Jod und Technetium99m. Weil die Substanz in äußerst geringen Mengen verabreicht wird und sich in der Regel kaum von den natürlich im Organismus vorkommenden Stoffen unterscheidet, wird die Funktion der untersuchten Organe praktisch nicht beeinflusst, sondern nur beobachtet. Daher gibt es bei einer nuklearmedizinischen Untersuchung keine nennenswerten Nebenwirkungen.
Die Substanz wird in die Armvene injiziert und gelangt über die Blutbahn in den zu untersuchenden Körperabschnitt. Dort wird eine leichte Gammastrahlung abgegeben, die von einer speziellen Gammakamera aufgefangen und zu dreidimensionalen Bildern, sogenannten Scintigrammen, verarbeitet wird.
Die nuklearmedizinische Untersuchung wird als "Szintigraphie" bezeichnet. Mit der Szintigraphie werden vor allem Schilddrüse, Skelett, Nieren, Lunge und Herz untersucht.
Die Strahlenbelastung ist gering, sie liegt in derselben Größenordnung wie bei üblichen Röntgenuntersuchungen. Andere Menschen werden nicht gefährdet; eine Isolation der Patienten ist weder vorgeschrieben noch notwendig.
Alle hier aufgeführten Untersuchungen sind Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung. |