Allgemeines zur Schmerzbestrahlung 
Schon im Jahre 1898 erkannte man die schmerzlindernde Wirkung von Röntgenstrahlen bei Gelenkschmerzen.
Die Strahlung mit sehr geringen Dosen erzeugt keine Nebenwirkungen.
Trotz der sehr hohen Erfolgsrate der Reizbestrahlung kennt man bis heute den genauen Wirkungsmechanismus nicht. Eine experimentell belegte Hypothese versucht jedoch die Wirkung der Schmerzbestrahlung zu erklären. Im Bereich des schmerzhaften Gelenkes liegt eine leichte Gewebsacidose vor, welche durch die niedrig dosierte Röntgenstrahlung in eine Gewebsalkalose überführt wird. Die Gewebsalkalose bleibt über Wochen bis Monate, manchmal sogar über Jahre nach der Bestrahlung bestehen. Aufgrund der Gewebsalkalose wird die Reizschwelle zur Schmerzfortleitung von den Nervenenden zum Gehirn erhöht, so dass das Schmerzempfinden deutlich gesenkt werden kann. Dies hat eine deutliche Verringerung der Gelenkschmerzen über Monate, manchmal sogar für Jahre, zur Folge.
Die Schmerzbestrahlung oder auch Reizbestrahlung hat ihre Aktualität seit über hundert Jahren beibehalten und ist noch immer die Therapie der Wahl bei Schulter-, Ellenbogen-, Fingergelenk-, Kniegelenk- und Fersenspornschmerzen.
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