Warum PET/CT für die Tumorbehandlung?Für die Tumorbehandlung sind exakte Diagnoseverfahren, wie die PET/CT von entscheidender Bedeutung. Nur eine genaue Kenntnis der Erkrankung, der Lage und Ausdehnung des Tumors und vor allen Dingen des Tumorstadiums ermöglicht es dem behandelnden Arzt, die optimale Therapie zu bestimmen.
Bei der Ermittlung der Tumorerkrankung bietet die Positronen-Emissions-Tomographie (PET) eine ganz entscheidende Hilfestellung. Erheblich früher als andere bildgebende Verfahren, wie CT oder MRT, ermöglicht die PET eine genaue Beurteilung der Krebserkrankung: PET kann oftmals den entscheidenden Hinweis geben, ob Gewebeknoten gut- oder bösartig sind, wie die genaue Ausbreitung einer Tumorerkrankung ist, ob eine Behandlung wirksam ist oder ob sich im späteren Verlauf neue Tumorherde bilden.
Die Tumordiagnostik mit PET basiert auf dem von Otto Warburg bereits 1924 entdeckten Prinzip, dass Tumore einen verstärkten Stoffwechsel haben und somit auch verstärkt Zucker aufnehmen. Ein für die Krebsdiagnostik eingesetztes Biomolekül ist das FDG (F18-Desoxyglukose), ein mit radioaktivem Fluor markiertes Traubenzuckermolekül. Mit FDG kann die Positronen-Emissions-Tomographie den Glukosestoffwechsel im Patienten verfolgen und quantifizieren. Im späteren PET-Bild hebt sich der Tumor ganz deutlich vom umliegenden, gesunden Gewebe ab. Schon Krebsabsiedlungen (Metastasen) mit einem Durchmesser von weniger als 1 cm können so erkannt werden. Dies mit den bisherigen CT- oder MRT-Untersuchungen nicht möglich.
Zusammenfassend ist die PET/CT-Untersuchung wichtig für:
· die Suche nach dem Krebsherd und Festellen der Bösartigkeit
· die Bestimmung des Krankheitsstadiums
· die genaue Eingrenzung des Tumors für die Strahlentherapie
· die frühzeitige Kontrolle des Erfolges einer Strahlen- oder Chemotherapie
· die Überprüfung des Erfolges nach einer Krebsoperation Suche nach dem Krebsherd Nicht bei allen, aber doch bei einigen Krebserkrankungen liefert die PET bei der Suche nach dem Krebsherd wertvolle zusätzliche Hinweise, da PET – anders als bei CT und MRT – Zellfunktionen sichtbar macht.
Dies gilt insbesondere für Tumoren im Kopf-Hals-Bereich. Dort ist es oft sehr schwer, den primären Krebsherd aufzuspüren, obwohl bereits Absiedlungen bekannt sind. Hier leistet die PET wertvolle Hilfestellung. Auch bei unklarem Lungentumor kann die PET zwischen gut- und bösartigen Befunden unterscheiden. Bei unauffälligem PET-Befund kann möglicherweise eine unnötige Operation erspart werden. Sind beim Patienten die Werte der Tumormarker erhöht, kann die PET den Tumorherd wirksam aufspüren. Bestimmung des Krankheitsstadiums Um eine Krebserkrankung optimal behandeln zu können, ist die Bestimmung des Krankheitsstadiums essentiell. Mit PET/CT können kleine Absiedlungen, sogenannte Metastasen, entdeckt werden.
Warum ist das so wichtig?
Wird ein Tumor so früh entdeckt, dass die entarteten Krebszellen zwar bereits unkontrolliert wachsen, aber noch nicht über die Blutbahn in andere Organe gewandert sind, ist die Operation in vielen Fällen die erfolgversprechendste Therapie. Hier versucht der Chirurg, das entartete Gewebe so vollständig wie möglich herauszuschneiden.
Gibt es dagegen bereits Absiedlungen in anderen Organen, hilft die Operation allein nicht mehr weiter. In solchen Fällen muss anstelle oder neben der Operation eine Chemo- oder Strahlentherapie eingeleitet werden, um den Tumor und dessen Absiedlungen entweder ganz zu zerstören oder zumindest das Wachstum aufzuhalten.
Der behandelnde Arzt muss also vor Therapiebeginn wissen, ob es bereits zu einer Streuung des Primärtumors gekommen ist oder nicht. Die PET/CT ist eine sichere Methode zur Abklärung von Metastasen. PET-CT für die BestrahlungsplanungDie PET/CT- Untersuchung ist für die Planung einer Strahlentherapie essentiell.
Im Gegensatz zur herkömmlichen diagnostischen Verfahren wie CT oder MRT kann der zu bestrahlende Tumor mittels PET/CT um ein Vielfaches genauer eingegrenzt werden. Dadurch kann das Zielvolumen der Bestrahlung reduziert werden und umliegendes gesundes Gewebe geschont werden. Mit der PET/CT-basierten Bestrahlungsplanung wird der Tumor zielgenau bestrahlt, was mit bisherigen Verfahren nicht möglich war.
Wir sind eine der ersten Einrichtungen, die die Bestrahlungsplanung direkt während der PET/CT-Untersuchung vornehmen kann: mit einem installierten Lasersystem werden die Bestrahlungsfelder genau festgelegt für die virtuelle Simulation. Per Funk werden die Daten aus der PET/CT-Abteilung in das Strahleninstitut in der Haydnstrasse gesendet, wo der Patient dann behandelt wird. Mit modernster digitaler Technik können wir die uns zur Verfügung stehenden Technologien optimieren, um dem Patienten eine bestmögliche Behandlung zu ermöglichen. Überprüfung des Therapieerfolges Muss eine Strahlen- oder einer Chemotherapie durchgeführt werden, ist es essentiell, den Erfolg der gewählten Therapie frühzeitig zu überprüfen.
Dies betrifft besonders die Wirksamkeit der verabreichten Zytostatika (Medikamente, die bei der Chemotherapie zum Einsatz kommen). Gerade wegen der Nebenwirkungen will man so früh wie möglich wissen, ob die Therapie anschlägt.
Mit CT oder MRT ist eine solche Aussage erst möglich, sobald der Tumor tatsächlich an Größe abnimmt. Die PET dagegen macht das Therapieergebnis in einem wesentlich früheren Stadium sichtbar: Schon lange bevor der Tumor „schrumpft“ sind die einzelnen Tumorzellen bereits so stark geschädigt, dass ihre Stoffwechselaktivität erheblich sinkt. Dies kann mit der PET nachgewiesen werden.
Schlägt die Therapie nicht an, muss das Behandlungskonzept geändert werden, indem zum Beispiel die Wirkstoffkombination oder die Strahlendosis verändert wird. Genauso kann nach einer erfolgten Operation überprüft werden, ob der Tumor vollständig entfernt wurde und nicht gestreut hat. ReferenzWir referenzieren auf die Empfehlungen des Deutschen Gesellschaft für Nuklearmedizin.
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