Die am häufigsten angewandte nuklearmedizinische Therapieform ist die Radiojodtherapie.
Mit der Aufnahme von radioaktivem Jod (Jod-131) kann die eine Schilddrüsenüberfunktion bzw. bösartige Erkrankungen der Schilddrüse behandelt werden. Da sich das Jod fast ausschließlich in der Schilddrüse einlagert, wo es bis zu seinem Zerfall gespeichert wird, werden die übrigen Organe weitgehend geschont.
Bei der Radiojodtherapie haben die vom radioaktiven Jod ausgehenden Beta-Strahlen eine Reichweite von wenigen Millimetern. Die ebenfalls frei werdenden Gamma-Strahlen können den Körper jedoch durchdringen und zu einer gewissen Strahlenbelastung von Personal und Umgebung führen. Deshalb wird die Radiojodtherapie in Spezialabteilungen durchgeführt.
Im Klinikum Konstanz verfügen wir über eine moderne Strahlenschutzeinrichtung zur Durchführung der Radiojodbehandlung. Mit modern ausgestatteten Zimmern wollen wir Ihnen den stationären Aufenthalt so angenehm wie möglich machen.
Der Aufenthalt beträgt drei bis fünf Tage. In dieser Zeit dürfen Sie keinen Besuch empfangen. Danach ist die Strahlung abgeklungen und der Kontakt für andere Menschen wieder gefahrlos.
Die Strahlenexposition für den Körper außerhalb der Schilddrüse ist dosisabhängig, sie liegt in der ungefähren Größenordnung einer Computertomographie.
Die Radioiodtherapie ist eine Regelleistung der gesetzlichen Krankenversicherung.