Allgemeines zur Osteoporose

Osteoporose ist ein Krankheitsbild, das mit dem Verlust des Knochengerüstes (Substanzverlust) und des Knochenkalkes (Entkalkung) einhergeht mit der Folge eines erhöhten Knochenbruchrisikos.

Ungefähr ein Viertel aller Deutschen über 50 Jahre sind von der Osteoporose betroffen. Menschen, die an einer Osteoporose leiden, brechen sich Knochen aus geringstem Anlass. Wirbelkörper, Hüfte und Unterarm sind besonders gefährdet. Die Osteoporose  entwickelt sich über Jahre, bevor sie subjektiv Beschwerden macht.

95 Prozent aller Patienten leiden an einer "primären Osteoporose". Sie steht in engem Zusammenhang mit dem Lebensalter, sowie dem Hormon- und Calciumstoffwechsel.

Der im Alter veränderte Hormonhaushalt führt zu einem verstärkten Knochenabbau, so dass kontinuierlich Knochenmasse verloren geht und die tragende Struktur im Knochen zerstört wird. Vor allem Frauen sind von der Osteoporose betroffen. In den Wechseljahren sinkt der Östrogenspiegel und ein altersbedingter Knochenabbau wird beschleunigt.

Etwa jede dritte Frau nach dem sechzigsten Lebensjahr leidet unter einer Osteoporose.

Zudem scheinen zierliche Menschen häufiger zu erkranken, weil sie eine geringere Ausgangsknochenmasse haben und das Skelett stärker auf Belastungen reagiert.

Die "sekundäre Osteoporose" kann viele Ursachen haben, wie z. B. eine Störung des Cortisonstoffwechsels, Geschlechtshormonmangel beim Mann, die Störung des Calciumstoffwechsels oder eine Schilddrüsenüberfunktion.

Mittels konventioneller Röntgenuntersuchung kann die Osteoporose nur erkannt werden, wenn die Knochenmasse bereits um 30-40% vermindert ist oder Brüche aufgetreten sind.

Aus diesem Grund ist die Knochendichtemessung (Osteodensitometrie) die sicherste Methode für die frühzeitige Identifizierung einer Osteoporose.

Die Knochendichtemessung kann zu Lasten der Krankenkassen verordnet werden, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind, z.B. wenn bereits Knochenbrüche vorgefallen sind. Private Versicherungen erstatten die Kosten in jedem Fall.

Letzte Änderung:15.12.2011