Was ist eine Brachytherapie?

Die Brachytherapie (griech.: brachys = nah/kurz) ist eine Form der Strahlentherapie, bei der eine Strahlenquelle innerhalb oder in unmittelbarer Nähe des zu bestrahlenden Gebietes im Körper des Patienten platziert wird.

Im Gegensatz zur äußerlichen Bestrahlung am Linearbeschleuniger dringt die Strahlung bei der Brachytherapie nur wenige Zentimeter ins Gewebe ein. Damit kann im gewünschten Gebiet eine hohe Dosis unter weitgehender Schonung des gesunden Nachbargewebes verabreicht werden. 

Man unterscheidet die HDR (von eng. High Dose Rate)Brachytherapie mit hoher Aktivität und Anwendungsdauern im Minutenbereich und die LDR (von eng. Low Dose Rate)-Brachytherapie mit geringerer Aktivität und Anwendungsdauern von mehreren Wochen.

Hauptanwendungsgebiet der Brachytherapie ist die Behandlung von Krebserkrankungen im Hals-Nasen-Ohren (HNO) Bereich, der Haut, der Prostata und der weiblichen Geschlechtsorgane.

 Die Brachytherapie ist eine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung.

Letzte Änderung:15.12.2011