Abbildung einer Wurzelinfiltration

Infiltration der S1-Nervenwurzel mit einer sehr dünnen Infiltrationsnadel

Infiltriert werden typischerweise Nervenwurzeln oder Facettengelenke der Wirbelsäule, das Iliosakralgelenk (ISG), und in seltenen Fällen auch andere Strukturen. Man injiziert dort eine Mischung aus schmerzlösenden und entzündungshemmenden Medikamenten. Bezüglich dieser Verfahren haben Arzt und Team eine langjährige Erfahrung.

Was ist vor einer Infiltration zu beachten?

Einige Tage vor der Behandlung werden wir Sie zu einem ärztlichen Aufklärungsgespräch über die Chancen und Risiken des Eingriffs in die Praxis bestellen. Dort können und sollen Sie auch Fragen stellen! Bitte informieren Sie uns über Allergien, Medikamentenunverträglichkeiten, Nierenkrankheiten und Blutgerinnungsstörungen und bringen Sie eine Liste der Ihnen verordneten Medikamente mit.

Wenn sie blutverdünnende Medikamente verordnet bekommen haben, soll mit dem Arzt eine vorübergehende Pause der Medikation besprochen werden.

Die CT-gesteuerten Infiltrationen werden exakt geplant und auf 1 Grad bzw. 1 Millimeter genau durchgeführt. Sie müssen 15-20 Minuten ruhig auf dem Bauch liegen können. Der Einstich wird örtlich betäubt.

Was ist nach einer Infiltration zu beachten?

Nach der Behandlung dürfen Sie bis zum nächsten Tag kein Fahrzeug lenken. Sie sollten keine Sauna besuchen und kein Vollbad nehmen. Am Abend können Sie den Verband entfernen.

Es kann zu einer vorübergehenden Schwäche der Beinmuskulatur kommen, die stets komplett rückläufig ist. Die Beschwerdeminderung hält – wenn sie bei Ihnen wirksam ist – in der Regel auch an.

Nebenwirkungen der verwendeten Medikamente (insbesondere Überempfindlichkeitsreaktionen) sind möglich.

Schwerwiegende, eingriffspezifische Komplikationen sind Infektionen/Eiterungen am Behandlungsort und im Rückenmarkskanal, Blutungen, und Nervenverletzungen, und Verletzungen von Nachbarorganen. Sie sind sehr selten. Dennoch sollten Sie sich in den ersten Tagen nach der Behandlung bei neuen oder zunehmenden Symptomen sofort an uns oder an Ihren Hausarzt wenden.

Wo findet die Infiltration statt?

Unsere Infiltrationen finden in der „Klinik West“ in der Abteilung für Nuklearmedizin des Klinikums Konstanz statt. Benützen sie gerne den südlichen Eingang am Behelfsparkplatz oder den Haupteingang. Parken: Es steht der kostenpflichtige Behelfsparkplatz nahe des südlichen Eingangs zur Verfügung. Alternativ kannn im Parkhaus des Klinikum Konstanz geparkt werden. Es ist zu beachten, dass sie selbst nach der Infiltration kein Fahrzeug führen dürfen!

Öffentliche Verkehrsmittel: Die Bushaltestelle „Krankenhaus“ liegt in unmittelbarer Nähe und wird von der Linie 1 (Innenstadt-Autofähre) viermal pro Stunde angefahren.

Was kostet das?

Alle gesetzlichen und privaten Krankenversicherungen übernehmen die Kosten für diese Therapieform. Gesetzlich krankenversicherte Patienten benötigen allerdings eine Überweisung von einem Arzt, welcher die Zusatzbezeichnung „Spezielle Schmerztherapie“ bzw. eine entsprechende Abrechnungsgenehmigung besitzt.