Dr. Harald Städele

Facharzt für Radiologie FMH

In verschiedenen Medien wird eine mögliche Gadolinium deposition disease (GDD), zu Deutsch Gadolinium-Ablagerungskrankheit, nach Kontrastmittelgabe im Magnetresonanztomographen (MRT) diskutiert. Dazu haben wir einige wichtige Hinweise:

  • Eine GDD ist nicht nachgewiesen. Kontrastmittel im Rahmen von MRT-Untersuchungen verwenden wir restriktiv, nur dann, wenn Sie als Patient einen Vorteil davon haben.
    Der Kontrastmitteleinsatz erfolgt bewußt limitiert.
  • Es wird für die übliche Kontrastierung nur makrozyklisches Kontrastmittel verwendet, welches die geringsten Nebenwirkungen aufweist.
  • Bei speziellen Leberfragestellungen verwenden wir unter Umständen das linear/ionische Kontrastmittel Gadoxetate (Primovist®).
  • Wenn sie dennoch keine Kontrastmittelgabe wünschen, wird ihr Wunsch akzeptiert; es kann allerdings die Aussagekraft der Untersuchung einschränken.
  • Eine wiederholte Gabe von Kontrastmittel erfolgt nur selten (normalerweise nach Monaten) und bei entsprechender Fragestellung.

Dr. Städele