Deshalb hier eine kurze subjektive Darstellung in sieben Sätzen. Die ausschliesslich meine persönliche Meinung wiedergeben, mit der ich meine Mitarbeiter:innen, Freunde und meine Familie berate:

1. Wer sich nach den Empfehlungen der STIKO richtet, macht keinen Fehler.

Die Empfehlungen der Ständigen Impfkommission am Robert-Koch-Institut basieren auf wissenschaftlichen Studien und Veröffentlichungen. Sie sind allerdings ebenso wie diese Studien von unterschiedlicher Qualität, kompliziert, und inhaltlich wechselnd. Immer wieder werden sie verändert und korrigiert. Unsicherheiten bleiben bestehen. So funktioniert eben die Wissenschaft.

2. Wem die Empfehlungen zu kompliziert sind, der sollte sich impfen lassen.

Das Virus bleibt uns erhalten, und wir haben nur die Wahl zwischen Impfung und Infektion. Jetzt oder in den nächsten Monaten/Jahren. Es gibt kein Lebensalter, keine Vorerkrankung, keine persönliche Situation, wo die Ansteckung mit Covid-19 sicher harmlos verlaufen wird. Selbst wenn Sie selbst gar nichts merken, können Sie doch jemanden anstecken, der durch Alter, Vorerkrankungen, oder einfach durch Pech schwer erkrankt.

3. Das gilt auch für Kinder in jedem Lebensalter.

Die Empfehlung „ab 12“ besagt nur, das für jüngere Kinder bisher keine Studien durchgeführt wurden, nicht dass es für sie gefährlich ist. Prinzipiell sind auch jüngere Kinder durch die Erkrankung und schwerwiegende und langdauernde Covid-Verläufe gefährdet, und ihr Immunsystem ist Impfungen gewöhnt. Allerdings sind Impfungen bei jüngeren Kindern zur Zeit bei uns nur Off-label, also ohne Zulassung möglich.

4. Womit ist egal.

Die in der EU zugelassenen vier Impfstoffprodukte basieren alle auf demselben Virusprotein. Sie erzeugen dieselbe Impfreaktion. Deshalb funktioniert auch die Kombination unterschiedlicher Hersteller. Überall werden die gleichen Erfolge berichtet: In England mit AstraZeneca, in der Schweiz mit Moderna, in den USA mit Johnson & Johnson, und bei uns mit Biontech. Keiner der genannten Staaten hat mehr als vereinzelte Nebenwirkungen beobachtet. Die Unterschiede sind marginal und für den Alltag unbedeutend.

5. Dreimal impfen lassen ist gut.

Die ersten und zweiten Impfungen wirken mindestens ein Jahr lang gegen alle bisher entdeckten Virusvarianten. Allerdings lässt  der Schutz im Laufe der Zeit langsam nach, und wer sicher gehen will, lässt sich nach 6 Monaten ein drittes Mal impfen. Das erhöht den Impfschutz um ein Vielfaches.

6. Keine Angst vor Delta.

Neue Virusvarianten sind ansteckender, aber die Erkrankung verläuft (bisher) nicht schwerwiegender. Und die Impfung schützt auch gegen sie, wenn auch nicht vollständig. Dass in England bereits viele Fälle bei Geimpften auftreten, kommt daher, dass dort fast 90% der Erwachsenen schon geimpft sind. Das Virus findet einfach kaum noch Ungeimpfte vor :-)

7. Und wo?