Wie läuft eine Röntgenuntersuchung ab?

Bei der Röntgenuntersuchung muss die zu untersuchende Körperregion frei gemacht werden.

Die Röntgenassistentin positioniert Sie dann am Röntgengerät und legt Ihnen eine Bleischürze an, um angrenzende Körperregionen zu schützen.

Während des Belichtens dürfen Sie sich nicht bewegen damit das Bild nicht unscharf wird.

Meist werden mehrere Aufnahmen aus unterschiedlichen Winkeln angefertigt. Insgesamt dauert die Röntgenuntersuchung ungefähr 5 bis 15 Minuten.

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Hinweise für die Röntgenuntersuchung

  • Wenn Sie Aufnahmen früherer Untersuchungen (auch Röntgenbilder) haben, bringen Sie diese bitte mit.
  • Bei Untersuchungen der Bauchregion: Sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt, wie viele Stunden vor der Untersuchung Sie keine Nahrung mehr zu sich nehmen sollten.
  • Wenn bei Ihnen ein Kontrastmittel verwendet wird: Trinken Sie ein bis zwei Stunden vor und nach der Untersuchung ausreichende Mengen an Flüssigkeit.
  • Lassen Sie den Arzt auf alle Fälle wissen, ob Sie früher schon eine allergische Reaktion auf Kontrastmittel, Jod oder Schalentiere hatten oder ob Sie unter Asthma leiden.
  • Wenn Sie Diabetes haben und/oder Medikamente nehmen – teilen Sie dies bitte dem Arzt mit.
  • Im Falle einer Schwangerschaft wird eine Röntgenuntersuchung wegen der Strahlenbelastung nur in dringenden Fällen durchgeführt. Informieren Sie den behandelnden Arzt unbedingt vor der Untersuchung.

Warum Kontrastmittel beim Röntgen?

In manchen Fällen wird für die Röntgenuntersuchung Kontrastmittel injiziert, damit die Bilder kontrastreicher sind.

Das Kontrastmittel wird in die Armvene gespritzt. Es ist möglich, dass Sie dabei ein leichtes Wärmegefühl empfinden.

Bei Untersuchung des Bauchraums ist es notwendig, dass Sie vor der Untersuchung ein Kontrastmittel trinken, damit der Magen-Darm-Trakt besser vom umgebenden Gewebe abgegrenzt werden kann.

Die Kontrastmittel werden in kurzer Zeit wieder aus dem Körper ausgeschieden und sind sehr gut verträglich.

Falls Sie jedoch unter schweren Allergien, z.B. Asthma, einer Nierenfunktionsstörung oder einer Schilddrüsenüberfunktion leiden, müssen Sie den Arzt vor der Untersuchung dringend darüber informieren.

Wie funktioniert die Röntgenuntersuchung?

In der Röntgenröhre werden elektromagnetische Wellen – die Röntgenstrahlen – erzeugt. Röntgenstrahlen haben die Eigenschaft, Gewebe (Haut, Muskeln, Knochen) zu durchdringen, wobei sie je nach Dichte des Gewebes unterschiedlich absorbiert werden. Weiches Gewebe absorbiert die Strahlen nur in geringem Maß, hartes Gewebe, wie Knochen oder Zähne, schwächen die Strahlung stärker ab. Die aus dem Körper als Schwächungsprofil austretenden Strahlen erzeugen dann auf dem Röntgenfilm ein zweidimensionales Bild.

Die Röntgenuntersuchung ist eine Standardmethode zur Diagnose unterschiedlichster Erkrankungen (z.B. der Lunge) oder Verletzungen (z.B. Knochenbruch).

Wie hoch ist die Strahlenbelastung?

In hoher Dosis sind Röntgenstrahlen gesundheitsschädlich.

Aufgrund der Entwicklung moderner Geräte in den letzten 100 Jahren konnte die Strahlenbelastung jedoch stetig vermindert werden. Die Qualität unserer Röntgengeräte wird unter hohen gesetzlichen Auflagen regelmäßig überprüft. Die Röntgenuntersuchungen selbst sind nach der Strahlenschutz- und Röntgenverordnung sehr streng geregelt.