Dem Bericht liegen 85 einschlägige wissenschaftliche Publikationen mit mehr als 160.000 Teilnehmerinnen zugrunde. Er stellt dar, dass sich die Heilungschancen von Patientinnen, die bei der Erkrankung übergewichtig sind, pro 5 BMI-Punkte um 17% verschlechtern.

Es ist bekannt, dass die Häufigkeit und der Verlauf vieler Krebserkrankungen durch gesunde Lebensweise günstig beeinflusst werden kann. Das bedeutet Normalgewicht oder wenigstens weniger Übergewicht, Sport, Verzicht auf zuviel Alkohol, Salz, Fett, und verarbeitetes Fleisch, zugunsten von viel Gemüse und Obst.

CUP, ein Projekt des britisch-amerikanisch-niederländischen Weltkrebsforschungsfonds, sammelt seit 2007 Artikel und Fachbeiträge über den Zusammenhang von Lebensweise und Krebs und veröffentlicht regelmäßig Berichte.

Die jetzt veröffentlichten Zahlen bedeuten, dass Frauen durch konsequente Umstellung ihrer Lebensweisen mehr bewirken könnten, als wir durch die besten Chemo- und Immuntherapien erreicht haben.

Dr. Peter Köhler

Facharzt für Diagnostische Radiologie und Facharzt für Strahlentherapie