Mögliche Indikationen sind:

  • Verdacht auf koronare Herzkrankheit
  • Atypische Symptome und unklare Ischämiediagnostik
  • Anatomische Varianten der Herzkranzgefäße
  • Kontrolle von Stents und Bypässen auf Durchgängigkeit
  • Darstellung der genauen Anatomie vor operativen Eingriffen am Herzen
  • Erkrankungen der Hauptschlagader (Aorta)

Herzmuskelentzündungen, und die Größenbestimmung von Infarkten sind keine Indikation für die CCTA. Diese Fragestellungen können besser mit der Cardio-MR (Kernspintomographie) beantwortet werden.

Ihr Herzrisiko

Verengungen und Verschlüsse der Herzkranzgefäße (Koronarien) zählen bei Männern und Frauen zu den häufigsten Todesursachen. Bekannte Risikofaktoren sind Zigarettenrauchen, hoher Blutdruck, Übergewicht, Zuckerkrankheit und erhöhte Blutfettwerte. Auch schlechte Ernährung, Sportmangel und Stress wirken sich nachteilig aus.

Die CCTA ist vor allem dann eine sinnvolle Untersuchung, wenn Sie ein mittleres Risiko tragen (10 – 20 % Herzinfarktgefahr in den nächsten zehn Jahren).

Hohes Risiko und akute Symptome werden eher im Herzkatheterlabor untersucht, wo man Engstellen gegebenenfalls sofort aufdehnen kann.

Wenn Sie Ihr eigenes Risiko abschätzen möchten, können Sie dazu verschiedene Online-Rechner verwenden, z.B. den Test der Deutschen Herzstiftung, die App der Deutschen Hochdruckliga, den nach einer wissenschaftlichen Studie benannten PROCAM-Test, oder (in englischer Sprache) den Heart Risk Calculator der amerikanischen Fachgesellschaften.

Achtung: diese Risikokalkulatoren rechnen nur richtig, wenn Sie bisher keine Angina pectoris und keinen Infarkt hatten! Wenn Sie Symptome (Brustschmerzen, Engegefühl, Atemnot) haben, muss ihr Arzt die Wahrscheinlichkeit einer Koronarkrankheit beurteilen.

Untersuchungsablauf

Sie sollten drei Stunden vor der Untersuchung nichts mehr gegessen haben; verzichten Sie bitte auch auf anregende Getränke wie Kaffee oder Tee. Nehmen Sie Ihre Medikamente so ein, wie Sie es gewohnt sind. Nehmen Sie sich für die Untersuchung mindestens eine Stunde Zeit.

Nachdem Sie sich auf die Untersuchungsliege des CT gelegt haben, werden wir auf Ihrem Brustkorb EKG-Elektroden aufkleben, damit die Aufnahme Ihrem Herzschlag angepasst werden kann. Für das Kontrastmittel wird ein Venenkatheter am Unterarm angelegt. Vielleicht geben wir vorbereitend noch kurzwirksame Medikamente, um den Herzschlag zu beruhigen und die Gefäße zu erweitern. Das verbessert die Bildqualität und verringert die Strahlendosis. Falls wir einen Betablocker einsetzen, dürfen Sie danach ggf. vorübergehend kein Kraftfahrzeug steuern.

Sie müssen dann mehrfach kurz die Luft anhalten, während die Aufnahmen erstellt werden. Zuerst werden die Koronargefäßverkalkungen ausgemessen. Dann wird das Kontrastmittel injiziert, und wir nehmen die Koronargefäße auf. Danach ist die Untersuchung für Sie schon beendet – die Auswertung der Bilder dauert allerdings einige Zeit.

Stents und Bypässe stören die Untersuchung nicht. Metallische Klappenprothesen, sowie Herzschrittmacher und implantierte Defibrillatoren sind keine Kontraindikationen.