Wie läuft die IMRT-Behandlung ab?

Vorbereitung

Mit bildgebenden Verfahren wie Computertomografie, MRT oder PET/CT wird zunächst ein genaues Bild der Tumorausbreitung und der angrenzenden Gewebe erstellt. Die geometrischen Zielpunkte werden mit Hilfe eines Lasersystems auf die Haut, bzw. die Maske projiziert und aufgezeichnet. Ein abschließendes Kontroll-CT-Bild bestätigt die Richtigkeit.

Anhand des Tumorumrisses, der Lage der Risikoorgane sowie der Solldosis im Tumor und der Toleranzdosen in den benachbarten Risikoorganen errechnet ein aufwendiges Computerprogramm die bestmögliche Dosisverteilung. Die Ärzte und Medizinphysiker erstellen einen dreidimensionalen Bestrahlungsplan für den Linearbeschleuniger. „Intensitätsmodulation“ heisst: die Intensität des Strahlenfeldes wird in jedem „Bildpunkt“ ständig verändert (moduliert). Das ermöglicht, komplizierte Ziele genau mit der richtigen Dosis zu umfassen.

Es kann viele Stunden dauern, den bestmöglichen Plan zu finden. Unsere Medizinphysikabteilung prüft den Plan abschliessend nochmals, indem er versuchsweise zur Bestrahlung eines Meßphantoms eingesetzt wird.

Bestrahlungssitzungen

Für die eigentliche IMRT-Bestrahlung am Linearbeschleuniger werden die Bestrahlungsfelder abhängig von der Einstrahlrichtung computergesteuert auf die jeweilige Tumorregion ausrichtet. Strahlensensibles Gewebe wird durch die im Sekundentakt nachgeführten Bleilamellen geschützt. Um eine exakte Lagerung zu gewährleisten, werden die betroffenen Körperteile mit speziellen Schienen fixiert. Bei jeder einzelnen Bestrahlungssitzung wird die Lage der Organe und des Zielvolumens mit einer im Gerät eingebauten Bildgebung überprüft, bevor die Therapiestrahlung eingeschaltet wird (image-guided radiotherapy, IGRT).
Die IMRT wird normalerweise über einen Zeitraum von 5 bis 6 Wochen täglich durchgeführt. Die einzelnen Bestrahlungssitzungen dauern ca. 20 Minuten.